Kurze Gedanken zu den Anfängen:

Der Beginn

Wie wird man eigentlich zum fanatischen BBQ er oder Griller?

Nun, das passiert einfach schleichend. Bei mir fing es damit an das ich eine 47 Weber Grillkugel geschenkt bekam.  Das war ja nur was ganz neues, was man mit so einer Kugel anfangen kann zeigt die Anleitung natürlich nur Bruchstückhaft. Also Google angeworfen und geschaut.

Relativ schnell landet man dann in einem der bekannten Grillforen, stellt sich vor  und liest sich erstmal ein. Tausende Fotos von „Vergrillungen“ später hat man dann richtig Hunger bekommen und möchte alles am liebsten direkt nachgrillen! Es ist ein absoluter Overkill an Köstlichkeiten die einem dort unter die Nase gerieben werden.

Also wird erstmal indirektes Grillen geübt! Hierbei liegt das Fleisch nicht direkt über der Kohle, sondern daneben (Neue Welten tun sich auf!)! Durch den geschlossenen Deckel zirkuliert die Luft, die Hitze sinkt und das Fleisch wird langsam gegrillt. Der erste Test verlief so naja. Man konnte das Schweinefilet essen, der Knaller war es aber noch nicht!

Gleichzeitig fängt man an sein Essen zu fotografieren!! Nicht nur das fertige, auch die Vorbereitung wird dokumentiert. Das bringt die ersten Jahre einige verwunderte Blicke des Lebenspartners und Gästen ein. Es dauert wirklich bis sich alle daran gewöhnt haben! Heute ist es selbstverständlich, dass alles geknipst wird!


Natürlich wird die Vergrillung später am Abend säuberlich im Forum präsentiert damit alle etwas davon haben! Man ist ja kein Ich Mensch.

Dann geht es langsam immer weiter. Es wird ein Thermometer gebraucht. Um die Kerntemperatur des Fleisches zu messen! Als bislang einfacher Flachgriller (Otto Normalgriller halt!) war das ja nie nötig. Der Bratwurst konnte man es so ansehen ob sie gar gewesen ist. Da jetzt aber größere Stücke wie Nacken oder ganze Hähnchen (auf der Bierdose) auf dem Grill landen ist es nötig zu wissen was sich im Fleisch abspielt und ob es gar ist. Das gleiche passiert mit der Temperatur im Grill. Denn Heiß ist nicht mehr gleich Heiß! Es wird genau darauf geachtet bei welcher Temperatur das Fleisch gart. Es soll ja langsam garen und nicht verbrennen, also wird an den Luftverschlüssen gedreht. Somit bekommt die Kohle weniger Sauerstoff und brennt nicht mehr so heiß.

Geschieht alles automatisch, man macht sich keine Gedanken darüber!

Jetzt ist aber gut denkt ihr?

Nene, jetzt geht es richtig los!

Erstmal muss noch mindestens ein Dutch Oven (Gusseiserner Siedlertopf) her. Denn darin kann man wunderbar Eintöpfe, große Fleischstücke usw. schmoren. Das kochen damit hat etwas sehr uriges! Der Topf wird mit Briketts beheizt und der ganze Hof riecht nach Essen aus dem Topf! Fantastisch, ein zweiter, kleinerer Topf für Beilagen wird gekauft!

Natürlich braucht man einen kleinen Gasgrillgrill, oft ist man ja nur zu zweit beim Grillen. Außerdem ist er bestens geeignet für das schnelle Grillen Zwischendurch! Am besten gleich einen mit Gußrost, damit Steaks auch ein klasse „Branding“ bekommen.

Nachdem diese ganzen Hürden des beschwerlichen Anfangs überstanden sind, wird angefangen selber zu bauen! Hilfe sucht man sich wenn man handwerklich nicht so auf der Höhe ist. So geht es mir bei solchen Sachen! Ein Ugly Drum Smoker soll es werden. Das ist eine 200 Liter Fass mit Deckel. In diesen werden Löcher für die Luft gebohrt, zwei Roste reingehängt und fast schon kann es losgehen Das Teil läuft wenn man es richtig anstellt konstant bei 100 – 120 Grad und macht kaum Arbeit, man kann ruhig dabei schlafen gehen. Das Essen ist eh erst morgen fertig. Natürlich gehen jetzt noch größere Stücke Fleisch!! J

PS: Jetzt ist die Zeit mit Sport anzufangen um nicht komplett aus der Figur zu gehen!

Das macht schon Spaß damit. Aber so richtig was zu tun hat man nicht während der Grillzeit! Überall sieht man diese großen amerikanischen BBQ Smoker! Das wäre ja genau das richtige. Aber gute Teile kosten ab 1.000 € aufwärts. Also bei einem Kunden auf dem Schrottplatz geguckt und siehe da, der hat super Rohre da. Ab auf den Hänger und in der Garage schon mal die Klappen ausgeflext, das kann man auch als ungelernter!

Das Schweißen haben dann die Angestellten in einer befreundeten Werkstatt übernommen. Die Roste (3 Stück a 33 cm) habe ich im Gefängnis machen lassen. Ich kenne da einen Schlossermeister der hat seinen Insassen den Auftrag überlassen. Auf einem weiteren Schrottplatz habe ich dann die passenden Reifen gefunden. Große aus Stahl mit Vollgummibereifung. Alles zusammengeschweißt und schon war „Bärbel“ geboren. 2 m lang und 2 m hoch. Mit einer Grillfläche von 1,10 m x 55 cm. Den Räucherturm nicht mitgerechnet.

Jetzt können auch ganze Schweine gegrillt bzw. geräuchert werden, denn hier wird nicht mehr mit Kohle, sondern mit Holz gegrillt. Das ist BBQ! Das Fleisch gart langsam bei ca. 100 Grad und liegt dabei die ganze Zeit im Rauch. Somit bekommt es ein einzigartiges Aroma.

Die längste Zeit hat bislang eine Rinderbrust in Anspruch genommen. Ganze 18 Stunden Lag diese im Rauch. Aber die Zeit hat sich gelohnt! Lecker!!

Zu meiner Homepage bin ich dann auf der Suche nach einer Rezeptaufbewahrungsmethode gekommen. Da ich eh schon eine andere Page betreute, dachte ich mir, warum nicht eine mit Rezepten. Das ganze macht mir Spaß und jeder kann daran teilhaben und auch Kommentare abgeben! Super! Der Arbeitsaufwand ist zwar sehr groß, aber nette Kommentare gleichen das dann wieder aus!

PS: Die nächsten Anschaffungen sind auch schon geplant! Der Grillplatz ist schon überdacht worden, da ist jetzt eine Outdoorküche in Planung. Dann ist ein Wok geplant,, aber ein richtiger, nur für draußen mit einem ordentlich Gasbrenner dabei!!!

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